Donnerstag, 7. Juli 2011

Hochflugordnung für Hamburger Flugkalotten ( aus VDT-Online)

Hoch- und Kunstflugvereine trafen sich

07.07. 2011, VDT-Online

Heute werden die meisten Rassetauben in Volieren gehalten. Das hat sicher unterschiedliche Gründe. Einer dieser Überlegungen dürfte in der Luft fliegen, nämlich die Zunahme der Population vieler Greife.
Um so erfreulicher ist es, wenn die Flugtaubenzüchter ihr Hobby auch heute ihr Hobby voll ausleben. Es ist ja für jeden Betrachter auch faszinierend, wenn Tauben ihre Hoch- oder Kunstflugelemente spielend demonstrieren.
Verständlich, richtig und notwendig ist es, wenn sich die Züchter in Flugvereinen zusammenfinden und ihre individuellen Aspekte besprechen. Die Wichtigkeit dokumentiert sich auch darin, dass der 1. Vorsitzende des VDT, Harald Köhnemann, seit Jahren persönlich an den Flugtauentreffen teilnimmt.
Johannes Reiberg mailte und freundlicherweise das Foto und die folgenden Informationen. Vielen Dank!

Die Teilnehmer des Treffens mit Johannes Reiberg (4.v.l.) und Harald Köhnemann (rechts)

Besprechungsbericht vom Treffen der Hochflug betreibenden Vereine am 3.7.2011 in Uentrop/Hamm
Für Sonntag den 3.7.2011 wurden alle Hochflug betreibenden Vereine zu einer Zusammenkunft nach Hamm-Uentrop eingeladen. In Anwesenheit des VDT-Vorsitzenden Harald Köhnemann konnte der Beauftragte für den Flugsport mit Rassetauben im VDT Johannes Reiberg die Vertretungen der einzelnen Vereine begrüßen:

Georg Pooth vom SV der Danziger Hochflieger,

Hans Albert Brinker mit Ehefrau vom SV der Memeler Hochflieger,

Wladimir Krüg, Alois Hötten und Georg Künemund vom FV der Nikolajewer Hochflieger und flugstilverwandte Rassen,

Andreas Slabik vom VFHR Verein für Hochflug- und Rollertauben,

Johannes Reiberg für den DHC Deutscher Hochflug Club.

Frank Stöhr und seine Mannschaft vom FFL Flugtaubenfreunde Lahntal mussten wegen einer Autopanne die Hinfahrt abbrechen.
Entschuldigt hatten sich weiterhin die Vertreter des SV der Elsterpurzler, des SV Lausitzer Elsterpurzler, der SV der Wiener- und Budapester Tümmler. Außerdem mussten kurzfristig absagen: M. Röstel (SV Danziger Hochflieger.), W. Hartmann und H. Krüger (DHC).

Die anstehenden Besprechungspunkte wurden zügig abgearbeitet. Abgestimmt und beschlossen wurde Punkt 3: Die Präsentation der Flugtauben auf der VDT-Schau vom 2. – 4.12.2011 in Leipzig übernimmt die Gruppe Mitteldeutschland unter Führung des Gruppenleiters Dr. Kurt Strittmatter.

Unter Punkt 5 wurde folgende Regelung beschlossen: Hamburger Flugkalotten können ab sofort an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen. Sie müssen als Schwarmflieger mit mindestens 12 Tauben starten. Die Begrenzung des Fliegens in unterer Höhe von 60 Minuten wird aufgehoben. Somit können die Hamburger Kalotten länger in der unteren Höhe fliegen. Diese Regelung gilt zunächst für 2 Jahre. Die Hochflugrichter haben darauf zu achten, dass es sich um rassetypische Tauben handelt und müssen im Protokollbericht das Kippen und Schwenken vermerken. Das ist zwingend notwendig, um die Flugeigenschaften der Kalotten zu erhalten.

Ein Antrag des DHC unter Punkt 6 wurde diskutiert und wie folgt beschlossen: Ab sofort können alle Hochflugrassen mit mindestens 3 Tauben starten. Das gilt jedoch nicht für Schwarmflieger wie Wiener Hochflieger, Budapester Hochflieger, Stralsunder Hochflieger. und Hamburger Kalotten, die weiterhin mit einer Mindestzahl von 12 Tauben pro Stich starten müssen.

Auf das Angebot, den VDT-Flugrichterausweis zu erwerben, wurde erneut hingewiesen, zumal in diesem Jahr das Infoheft 2011 des BDRG alle bisherigen VDT-Flugrichter veröffentlicht hat. Damit besteht nun die Möglichkeit für den protokollwilligen Züchter, sich die in seiner Nähe wohnenden erforderlichen Richter zu bestellen.

Das nächste Treffen der Hochflug betreibenden Vereine wird wieder in Hamm–Uentrop stattfinden.
Nachdem der Punkt Verschiedenes mit weiterem Meinungsaustausch abgearbeitet worden war, endete die harmonisch verlaufene Zusammenkunft mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Johannes Reiberg
Beauftragter für den Flugsport mit Rassetauben im VDT